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Das Internet – der Motor der Wirtschaft?

29.06.2010 Kein Kommentar

Kennen Sie Gordon E. Moor?

Er ist Mitbegründer der Firma Intel und Urheber des Moorschen Gesetzes. Dieses beschreibt  die langfristige Entwicklung der Computer Hardware.

Seine 1965 formulierten Gesetzmäßigkeit bezog sich ursprünglich auf die Zahl der Transistoren, die auf einem integrierten Schaltkreis plaziert werden. Er war der Ansicht diese Zahl werde sich alle 18 Monate verdoppeln. Seine Vorhersage erwieß sich als erstaunlich genau.

Konnte damit etwa bewiesen werden, dass es eine natürliche Konstante im Fortschritt der Menschheit gibt?

Das dem so ist zeigte vergangenes Jahr der Wissenschaftler Guo-Qing Zhang in einem Artikel (Evolution of the Internet and its cores) im New Journal of Physics. Die Studie von Zhang untersuchte die Evolution der Internet-Topologie, seine Struktur und Verbindungen basierend auf Routerdaten. Der Kern des Internet beibt relativ stabil, rasante Entwicklungen fänden nur in der Peripherie statt. Das wiederspricht erstmals vorangegangen Studien, die besagen, Wachstum fände überall gleich statt.

Wie sieht es aber nun mit der Basis Internet aus, wie ist die Bedeutung des Internet in Österreich?

Der Verein der österreichischen Internet Service Provider wollte diesen Aspekt erforscht haben und beauftragte Prof. Gunther Maier von der Wirtschaftsuniversität Wien dies zu erheben.
Laut dieser Studie ist die Internetwirtschaft ein starker Wachstumstreiber für den Standort Österreich. Wir wissen nicht zuletzt aus unserer täglichen Arbeit, dass das Internet wie kaum eine andere Branche mit der Wirtschaft verflochten ist.
Mit mehr als 33.000 Arbeitsplätzen, Güter und Dienstleistungen im Wert von knapp sechs Milliarden Euro und  2,8 Milliarden Euro Wertschöpfung konstatiert diese Untersuchung dem Faktor Internet die treibende Stellung für vor- und nachgelagerte Sektoren in der Wirtschaft. Grundlage dieser Studie sind die Daten der Statistik Austria und diese stammen aus den Jahren 2005-2007, also nicht gerade aktuell.

Hat sich die Krise auf das Wachstum dieses Bereiches ausgewirkt?

In Österreich gibt es dazu keine Zahlen. Bei unserem Nachbar Deutschland sank der Umsatz der Informationstechnologie und Telekommunikation im Jahr 2009 um 4,3 Prozent auf 139,5 Milliarden Euro. 2010 wird als Übergangsjahr bezeichnet und im nächsten Jahr prognostizieren die Forscher ein Wachstumsplus von 1,6 Prozent .

Auch bei Domains und Webhosting wird die Entwicklung sehr positiv bewertet. Soeben hat United Internet bekannt gegeben, dass vier Millionen Kunden im Hostingbereich die Basis ihres Erfolges darstellen.

Bleibt zu hoffen, dass sich der positive Trend der Entwicklung des Internets weiterhin bestätigt und sich Anteil der Wertschöpfung noch weiter erhöht!